J06

Begriff Definition
J06

Notzeit und Fütterung
Rechtliche Vorschriften für Hessen
Landesjagdgesetz § 30
Der Lebensraum des Wildes ist so zu verbessern, dass eine Fütterung unnötig wird. Die Fütterung von Schalenwild ist generell verboten.
Ausnahmen: Die Fütterung des wiederkäuenden Schalenwildes mit Rauhfutter ist zulässig. Stellt die UJB auf Antrag des Kreisjagdberaters und im Benehmen mit der Veterinärbehörde eine Notzeit fest, so darf wiederkäuendes Schalenwild mit Rauh
und Saftfutter (ohne Kraftfutter) gefüttert werden. Das Fütterungskonzept muss von Hegegemeinschaft erarbeitet werden. Die Jagdausübung ruht in der Notzeit.
Eine Erhaltungsfütterung von Schwarzwild ist in der Notzeit zulässig; über die Futtermittel entscheidet die UJB im Benehmen mit der Veterinärbehörde.
Die Kirrung von Schwarzwild mit Mais, heimischem Getreide und Erbsen ist zulässig. Eine Kirrung je Jagdbezirk plus je 100 ha angefangener Jagdfläche (in Rotwildgebieten je 250 ha angefangener Jagdfläche) eine weitere Kirrung sind zulässig. Maximal darf je Kirrung ein Liter Kirrgut pro Tag ausgebracht werden.