Olper Bracke

Begriff Definition
Olper Bracke
Eduard Deimel, Wirt des „Löwen“ in Olpe, holte um 1900 Sauerländer Holzbracken von Finnentrop nach Olpe. Ob diese Hunde bereits Steinbrackenblut führten oder ob dieses erst in Olpe zugeführt wurde, ist unklar. Fest steht, dass diese, später Olper Bracken genannten Hunde, auf Finnentroper Holzbracken und Steinbracken zurückgehen Dieser 40 - 45 cm hohe Mittelschlag stellte nach dem Ersten Weltkrieg das Glanzstück der westfälischen Brackenzucht dar.
Die Olper waren ausgesprochen elegante Hunde mit trockenen, rassigen Köpfen, gutem Behang und dicht anliegendem Glatthaar. Die nach vorn gebogenen Tasthaare am Fang (sogenannte Schneider'sches Phänomen) gaben ihnen ein etwas katzenhaftes Aussehen. Leuchtend rote Grundfarbe, breiter weisser Halsring und ein schwarzer Sattel oder Mantel machten sie zum farbenprächtigsten Schlag Westfalens. Da sie gezügelter jagten als die alten Finnentroper Holzbracken, fanden sie bei der Jägerschaft grossen Anklang. Als Idealbild einer modernen Bracke wurde der Olper Schlag vom Deutschen Bracken-Club eifrig gefördert. Er hat die Brackenzucht der letzten 100 Jahre so nachhaltig beeinflusst, dass der heutige Einheitstyp der Deutschen Bracke weitgehend mit der Olper Bracke identisch ist.