Geläut

Begriff Definition
Geläut
Die einzelne Bracke wird auf warmer Fährte laut, mehrere gemeinsam jagende Bracken läuten und die Gesamtheit der verschiedenen Stimmen bildet das Geläut. Das Geläut ist also das Gebell mehrerer jagender Hunde und der typische Hetzlaut, wenn die Hunde auf der Fährte oder der Spur des Wildes jagen. Auf ein wohltönendes Geläut wurde früher grosser Wert gelegt. In einer Meute stellte man daher grob- und feinhälsige Bracken zusammen. Das Geläut der Bracken, die alten Hornrufe und Jagdschreie haben immer wieder Dichter und Komponisten inspiriert.
Von einzigartiger Schönheit ist das Gedicht „Die Jagd“ von Annette von Droste-Hülshoff (1797 – 1848). Sie spricht vom „Glockenspiel der Bracken“ und nennt sie auch „die lebendigen Glocken“.
1915 komponierte der Chemnitzer Musikdirektor Artur Becker das Tongemälde „Eine westfälische Brackenjagd“, später in „Deutsche Brackenjagd“ umbenannt. Die Partitur ist verschollen.