Kompressions-Geschoss

Begriff Definition
Kompressions-Geschoss

Kompressions-Geschoss oder LorenzgeschossEin Kompressions-Geschoss ist eine Geschossart für Vorderlader, das 1852 von dem österreichischen Offizier Josef Lorenz (1814-1879) erfunden. Das Kompressions- oder Lorenzgeschoss war kleiner als das Laufkaliber und dadurch leicht zu laden. Es besitzt keine Bodenhöhlung und auch kein Näpfchen wie das Expansions- oder Miniè-Geschoss, sondern mehrere tief eingeschnittene, ringförmige Kerbrillen. Der beim Schuss entstehende Gasdruck komprimiert den Bleikörper erst in den Rillen zusammen, bevor er das Geschoss bewegt, und vergrößert dadurch den Geschossdurchmesser: Das Geschoss staucht sich ins Laufprofil. Die Kompression bewirkt eine einwandfreie Geschossführung.
Das Kompressions-Geschoss wurde auch im Eidgenössischen Stutzer 1851 eingesetzt.

Synonyme: Lorenzgeschoss