Jagdarten
Begriff | Definition |
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Adlerdrachen |
Ein Adlerdrachen ist ein Drachen in Form und Zeichnung eines Taggreifvogels. Die Adlerdrachen ließ man früher im Herbst bei der Hühnerjagd an windigen Tagen steigen um z.B. Rebhühnern einen Greifvogel vorzutäuschen. Da Rebhühner zu dieser Jahreszeit in der Regel nicht mehr halten, drückten sie sich angesichts ihres (vermeintlichen) natürlichen Feindes und konnten dann vom Jagdhund aufgestossen und vom Jäger geschossen werden.
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Ansitz | Der Ansitz (Ansitzjagd) ist die Stelle, an der der Jäger auf das Wild wartet, es beobachtet, anspricht und es gegebenenfalls erlegt. Der Ansitz ist unter Beachtung der Windrichtung so zu wählen, dass der Jäger gutes Sicht- und Schussfeld hat, selbst aber ausreichend gedeckt sitzt. Der Ansitz ist die häufigste Art der Einzeljagd und erfolgt meist an bekannten Wildwechsel oder den jeweiligen Äsungsplätzen. Hierbei ist zu unterscheiden zwischen:
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Ansitz auf Dachs | Am erfolgreichsten ist der Ansitz am bestätigten Dachsbau in der Abenddämmerung, wenn der Dachs den Bau verlässt, oder in der Morgendämmerung, wenn er in den Bau zurück wechselt.
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Ansitz auf Feldhasen | Neben der Bejagung auf Gesellschaftsjagden wird in manchen Revieren der Feldhase auf der Einzeljagd als Küchenhase erlegt. Der Ansitz erfolgt meist auf dem Boden vom Sitzstock aus bei der Hasenkur. d.h, wenn der Hase in der Abenddämmerung oder am Morgen vom Feld in den Wald oder zurück läuft. |
Ansitz auf Kaninchen | Der Ansitz auf Kaninchen erfolgt an den Bauen sowie an den Äsungsflächen entweder vom Hochsitz oder vom Boden aus, meist um Jungkaninchen zur Wildschadensverhütung zu erlegt. |